BRK-Bereitschaft Prien am Chiemsee: Lücken in der Katastrophenvorsorge

BRK-Bereitschaft Prien am Chiemsee

Lücken in der Katastrophenvorsorge

Es ist durchaus realistisch anzunehmen, dass deutsche Zivilschutzeinrichtungen für die Bekämpfung großer Schadensereignisse nicht ausreichend gewappnet sind und sowohl die Planungen wie die Arbeitsabläufe der Innenbehörden, die für den Katastrophenschutz zuständig sein können ( Landratsämter, Feuerwehrleitstellen, Innenminister)  und die Ausstattung von Polizei, Feuerwehr und HiOrgs immer noch eklatante Mängel aufweisen.

Nach dem Zugunglück von Eschede 1998 und dem Attentat von New York 2001 wurden in der BRD die Vorsorgemaßnahmen im Katastrophenschutz kritisch untersucht. Fehlende Kommunikationsmittel, uneinheitliche Führungsstrukturen und zu geringe Kapazitäten in der medizinischen Notfallversorgung wurden nun anders bewertet.

Der dritte Gefahrenbereich der Schutzkommission beim Bundesminister des Inneren, 2006, benennt massive Lücken in der Katastrophenvorsorge. Die fünf wichtigsten Lücken lagen demnach in den Bereichen: Mobilisierung der Selbsthilfepotenziale in der Bevölkerung, Schutz kritischer Infrastrukturen, Alarmierung und fortdauernde Unterrichtung der Bevölkerung und der Organisationen, Versorgung und Nachsorge im medizinischen Bereichen, allgemeine institutionelle Organisation der Notfallversorgung und sogar bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser.

In der Öffentlichkeit wird dies, anders als in den USA zumindest seit Katrina, bisher nur punktuell, etwa bei Großübungen zur Fußballweltmeisterschaft 2006, einer Kraftwerkunfall – Simulation oder 2004 in dem ZDF- Bericht zum Szenario für den Tag X, problematisiert.


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